Stolz auf Österreich, stolz auf Leoben!

p_4635_hpVor nunmehr 61 Jahren hat der österreichische Nationalrat die Immerwährende Neutralität Österreichs beschlossen und den Tag der Beschlussfassung, den 26. Oktober, zum österreichischen Nationalfeiertag erklärt. Das war der formale Grundstein für ein freies und demokratisches Österreich. Es war in der Zeit des Kalten Krieges nicht selbstverständlich, dass ein in vier Besatzungszonen geteiltes Land seine Freiheit, Einigkeit und Unabhängigkeit zurückbekam. In Deutschland beispielsweise, dauerte dies 40 Jahre länger, ganz zu schweigen vom großen menschlichen Leid, das mit der Teilung Europas verbunden war.

Vor allem hier in Leoben sieht man die Früchte der österreichischen Unabhängigkeit, welche die Entfaltung und Schaffenskraft des Menschen erst ermöglichte, besonders deutlich: Die vormals Verstaatlichte Industrie war über Jahrzehnte Träger des Wohlstandes, war Garant für Wachstum und Fortschritt der Stadt Leoben.

Die Stadt Leoben steht heute blühend da. Schauen wir uns um, wir sehen eine Metropole an der Mur. Die Leute kommen zu uns! Zum Einkaufen, zu Ausstellungen, zu Veranstaltungen, zum Arbeiten, zum Lernen! Natürlich sind auch wir von den wirtschaftlichen Unsicherheiten betroffen, natürlich sind auch wir keine Insel der Seligen, natürlich müssen auch wir kontinuierlich weiterarbeiten, weiterforschen, weiterdenken, um zu bestehen. Aber ich denke, wir sind auf einem guten Weg und unsere bisherigen Leistungen können sich allseits sehen lassen.

Erst vor eineinhalb Monaten haben wir das Bildungszentrum Pestalozzi eröffnet. Wir haben 14 Millionen Euro in die Hand genommen. Leoben ist eine Stadt, die Projekte dieser Größenordnung noch stemmen kann. Wir gehen nun auch das Bildungszentrum Innenstadt an – auch hier nehmen wir 17 Millionen in die Hand, um unseren Kindern die bestmögliche Bildung zu garantieren. Hinweisen möchte ich an dieser Stelle auch noch auf die vielen weiteren Bauvorhaben in Leoben. Binnen kurzer Zeit entstanden und entstehen gleich mehrere neue Studentenheime, welche als symbolhaft für das Wachstum der Montanuniversität angesehen werden können. Auch die Uni selbst möchte und wird weiterwachsen.

Neuer Wohnbau ist für eine Stadt wie Leoben unabkömmlich, wenn wir uns weiterentwickeln wollen. Trotz des leider begrenzten Baulandes in der Stadt entstehen derzeit neue und moderne Wohnungen zum Beispiel in Leoben-Judendorf, in der Schillerstraße und in Leoben-Göß. Erwähnt sei auch die laufende Modernisierung der Stadtteile, als Beispiel möchte ich Leoben-Donawitz erwähnen.

Hatten wir früher die Industrie als alleiniges Standbein, sind bei uns Handel und Kultur dazu gekommen, haben wir mit der Wissenschaft ein gewaltiges und gewichtiges Standbein mehr. Wir Leobener brauchen unsere Stadt nicht zu verstecken. Wir brauchen sie nicht schlechtreden zu lassen. Wir Leobener können stolz sein auf unsere Stadt! Genießen wir das, was wir gemeinsam in unserem Lande erreicht haben und gehen wir dann wieder ans Werk, damit Österreich weiterhin vorne bleibt und sich gut entwickelt – zum Wohle aller Menschen, die hier leben.

(Auszug aus der Rede zum Nationalfeiertag)